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Der Notdienst wird zum Notfall

 

Der Notfalldienst ist vorgesehen für Patienten nach einem Unfall, mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder starken Schmerzen, die keinen Aufschub bis zum nächsten Morgen oder bis zum nächsten Arbeitstag haben. Sicherlich ist es für Sie als Tierhalter nicht immer leicht, einen Notfall als solchen zu erkennen.

Kolik, Atemnot, Verletzungen mit stärkeren und unstillbaren Blutungen, Fieber, hgr. Lahmheit, anhaltender Durchfall, Kreuzverschlag, Vergiftung, Schwergeburten, Nachgeburtsverhalten und lebensschwache Fohlen sind z.B. Notfälle.

 

 

Routinebehandlungen, Impfungen oder Behandlungen von Erkrankungen, die bereits seit Längerem bestehen und nicht lebensbedrohlich sind, sind keine Notfälle und gehören nicht in den Notfalldienst. Untersuchungen und Behandlungen außerhalb der üblichen Praxiszeiten sind sehr aufwändig und mit deutlich höheren Kosten verbunden.

Neu: 59,50 Euro Notdienstpauschale (inkl. Mehrwertsteuer)

Folgende neue Gebühren sind also künftig verpflichtend abzurechnen:

  • Eine pauschale “Notdienstgebühr”: Sie beträgt 50.- Euro bei einem Tierarztbesuch zu den Notdienstzeiten (s.u.). Bei mehreren zu behandelnden Tieren fällt die Gebühr nur einmal an.
    Achtung: Die GOT-Gebührensätze sind Nettobeträge. Es addieren sich noch 19% Mehrwertsteuer (9,50 €) dazu. Der Kunde muss also einmalig 59,50 Euro bezahlen.

  • Ein Mindestsatz: Im Notdienst ist für tierärztliche Leistungen dann zusätzlich mindestens der 2,0-fache Satz der GOT abzurechnen.

  • Höchstsatz: Anders als in der “Alltags-GOT” (maximal dreifach) dürfen Tierärzte im Notdienst künftig bis maximal zum vierfachen des GOT-Einfach-Satzes abrechnen.

  • Grundsätzlich ausgenommen von den obig beschriebenen Regelungen sind instrumentelle Samenübertragungen bei Einzeltieren.

Die “Nacht” beginnt um 18 Uhr, das “Wochenende” am Freitag um 18 Uhr

Zu welchen Zeiten diese neuen Notdienstgebührensätze gelten, regelt die GOT ebenfalls mit genauen Zeitangaben:

  • Die Nacht beginnt täglich um 18.00 Uhr und endet um 8.00 Uhr des jeweils folgenden Tages.

  • Am Samstag von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr ohne Notfallgebühr: Nachbehandlungen

  • Das Wochenende beginnt freitags 18.00 Uhr und endet um 8.00 Uhr des jeweils folgenden Montags.

An gesetzlichen Feiertagen gilt die Notdienstgebühr von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr.

  • Beispiel 1: Praxis A hat an einem Mittwoch Sprechstunde bis 15 Uhr, bietet aber für ihre Kunden bis zum nächsten Morgen eine Notfallbereitschaft an. Dies ist keine “reguläre Sprechzeit”.
    Bis 18 Uhr gilt die “normale” Abrechnungssspanne der Gebührenordnung. Ab 18 Uhr fällt dann die neue Notdienstpauschale von 50 Euro (+ MwSt) an und die Abrechnung muss sich im Gebührenrahmen zwischen mindestens zwei- und höchstens vierfachem Satz bewegen.

  • Beispiel 2: Praxis B hat am Mittwoch ab 12:00 Uhr geschlossen, bietet dann aber wieder eine reguläre Abendsprechzeit von 17:00 bis 20:00 Uhr an. In dieser “Abendsprechstunde” darf sie im “normalen” Gebührenrahmen abrechnen, ein Notdienstaufschlag wird nicht fällig.

  • Beispiel (Pferde)Fahrpraxen: Diese kommen oft auf Anforderung zum Kunden. Hier bietet es sich an, zum Beispiel auf der Webseite/dem Praxisschild anzugeben: Montags bis freitags Kundenbesuche bis 19 Uhr (oder andere Zeit) nach Terminvereinbarung. Wichtig ist die Erkennbarkeit von Zeiten nach 18 Uhr und an Samstagen als “reguläre Sprechzeiten”.

 

Der Notfalldienst ist einzig und allein zur Stabilisierung der Patienten gedacht –aufwändige Untersuchungen gehören nicht in den Notfalldienst, ebenso wenig wie Spezialverfahren oder eine umfangreiche Diagnostik, die nicht der unmittelbaren Lebenserhaltung dient

Je mehr Tiere „zu Unrecht“ im Notfalldienst vorgestellt werden, desto länger sind die Wartezeiten, mit denen Halter und ihre Tiere rechnen müssen. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben (Stichwort Arbeitszeitschutzgesetz) arbeitet die Tierärzteschaft bereits jetzt am absoluten Limit, um Ihre Tiere zu versorgen. Helfen Sie uns, damit wir uns in Notfallsituationen auf die Notfälle konzentrieren können.

Hierbei handelt es sich um Auszüge der Pressemitteilung der LTK Baden-Württemberg. Sie finden den "Primärtext" auf der Seite www.ltk-bw.de .

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

 

 

da zurzeit sehr viele Gerüchte und Falschmeldungen (z.B.: „Die Klinik ist verkauft oder geschlossen.“ Oder: „Dr. Fischer ist im Ruhestand und arbeitet nicht mehr.“) sowohl in der Tierärzteschaft als auch unter den Pferdebesitzern kursieren, möchte ich Ihnen einmal den tatsächlichen Stand in meiner Praxis und Klinik bekannt geben.

 

Vor 20 Jahren habe ich meine Pferdeklinik in Seestermühe gegründet und möchte nach über 40 jähriger tierärztlicher Tätigkeit etwas kürzer treten. Daher habe ich mir seit längerem Gedanken über die erfolgreiche Weiterführung der Klinik gemacht. Am 01.05.2018 habe ich die Klinik und die Fahrpraxis an eine Investorengruppe, die Team-Vet GmbH aus Hamburg verkauft.
Ich selbst bin aber weiterhin Geschäftsführer und Klinikleiter, alle Tierärztinnen und veterinärmedizinischen Fachangestellten arbeiten weiter in der Klinik, sodass sich am Arbeitsablauf und Klinikbetrieb nichts geändert hat.

 

Es ist uns nun gelungen, zum 01.01.2020 einen weiteren Kollegen, und zwar Herrn Dr. Philipp Conze zu gewinnen, der dann mit mir zusammen die Geschäftsführung und Klinikleitung übernehmen wird. Herr Dr. Conze ist ein sehr gut ausgebildeter und erfahrener Fachtierarzt für Pferdechirurgie (Dipl. ECVS MRCVS EBVS European Specialist in Equine Surgery) mit den Spezialgebieten Pferdechirurgie (insbesondere auch Kolikchirurgie), Orthopädie und Zahnheilkunde.

 

Er ist daher beabsichtigt, das chirurgische Spektrum in absehbarer Zeit zu erweitern, sodass auch Gelenkschirurgie (Arthroskopien) und andere orthopädische Eingriffe sowie Bauchhöhlenendoskopien (Laparoskopie) durchgeführt werden können.

 

Ich selbst werde auch weiterhin mit verkürzter Arbeitszeit in der Klinik mitarbeiten und vor allem im Wechsel mit Herrn Dr. Conze für Kolikoperationen und andere Notfall-OPs zur Verfügung stehen, sodass ab Januar in der Regel immer ein Chirurg erreichbar sein wird.

 

Ich möchte mich gleichzeitig bei Ihnen bedanken, für das zum Teil jahrelange Vertrauen, das Sie mir und meinem Team entgegengebracht haben und hoffe, dass Sie auch in Zukunft mit uns zusammenarbeiten werden.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Ihr Dr. Jürgen Fischer

Liebe Kunden,

auch wir haben aktuelle Informationen zur neuen Datenschutzgrundverordnung für Sie im Bereich Impressum bereit gestellt

Mauke 

 

Ein weit verbreitetes Problem gerade in der kalt-feuchten Jahreszeit ist die Mauke.

Besonders betroffen sind Rassen mit langem Behang , wie Tinker, Friesen, Islandpferde oder Kaltblüter. In den langen Haaren hält sich Schmutz, Feuchtigkeit und Urin und irritiert somit auf längere Zeit die Haut. Vor allem aber matschige Paddocks und Weiden, auf denen die Tiere mehrere Stunden in der Nässe stehen, sind die Hauptursache. Die so vorgeschädigte Haut ist leicht empfänglich für bakterielle Sekundärinfektionen. Auch ein Befall mit Milben kann ursächlich für eine Mauke sein oder diese verkomplizieren. Die Tiere zeigen dann häufig Juckreiz in Form von Aufstampfen mit den Füßen.

Bemerkt wird die Mauke meist, wenn es zu entzündlichen schmierig-blutigen Veränderungen im Bereich der Fesselbeuge kommt. Die nässenden Wunden bilden zusammen mit Schmutz und abgestorbenen Hautzellen bröckelige Krusten, in die die Haare oft mit einbezogen sind. Zwar beginnt die Mauke oftmals in der Fesselbeuge, kann aber bei längerem Verlauf bis zum Tarsal-/Carpalgelenk aufsteigen. Die Hinterbeine sind dabei häufiger betroffen als die Vorderbeine.

Bevor man mit einer Behandlung beginnt, sollte das Pferd dringend trocken und sauber gestellt werden. Bei langem Behang wird dieser zunächst mit einer Schere kurz geschnitten. Daraufhin wird mit milden, nicht reizenden Seifen (Jodseife, grüne Seife)  zur Desinfektion gewaschen und anschließend abgetrocknet. Dabei sollte darauf geachtet werden, die Krusten ordentlich einzuweichen und diese nicht trocken abzukratzen. Schlussendlich können austrocknende Salben mit Zinkoxid aufgetragen werden. Bei Befall mit Milben sollten zusätzlich Waschungen mit antiparasitären Mitteln erfolgen.  Handelt es sich um schwerere Verlaufsformen, kann eine antibiotische Therapie angezeigt sein.

Bei aufkommenden Fragen rufen Sie uns gerne an oder vereinbaren sie einen Termin direkt im Stall. Wir finden für ihr Pferd die am besten passende Therapie mit weiteren Möglichkeiten.

Pferdeklinik

 Dr. Fischer GmbH
Schlickburg 41 a
25371 Seestermühe

Telefon: 04125 - 677
Fax : 04125 - 958635

www.pferdeklinik-fischer.de
dr.fischer-seestermuehe@t-online.de

 

24 h Notruftelefon: 04125-677
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