Die Behandlung von Husten beim Pferd und Equinem Asthma basiert auf zwei Säulen: Haltungsoptimierung und gezielte medikamentöse Unterstützung.
- Dauerhafte Haltungsoptimierung
Die Haltungsbedingungen umzustellen, ist bei Atemwegserkrankungen beim Pferd kein ergänzender Aspekt – sie ist der zentrale Bestandteil der Therapie. Reduziert man reizende Umweltfaktoren nicht konsequent – insbesondere Staub, Schimmel und Ammoniak – lässt sich kein nachhaltiger Therapieerfolg erzielen. Medikamentöse Maßnahmen wirken nur begrenzt bei Husten beim Pferd, wenn die Belastung im Stall bestehen bleibt.
Empfohlene Maßnahmen bei Atemwegserkrankungen – und um Husten beim Pferd vorzubeugen: (H2)
- Staub reduzieren und regelmäßig lüften, um auch Feuchtigkeit aus dem Stall zu bekommen
- Pferde viel draußen halten, wenn möglich im Offenstall, ansonsten eine Paddockbox wählen
- Für Asthmatiker ist dauerhafte Weidehaltung mit Grasfütterung am besten
- Staubarme, hygienisch einwandfreie Einstreu verwenden
- Heu und Stroh nicht im Stall lagern
- Heu bedampfen oder für mindestens 10 Minuten in Wasser eintunken (maximal eine Stunde, weil dann die Keimbelastung stark steigt)
- staubfreies Kraftfutter verfüttern, oder das Kraftfutter durch Zusätze wie beispielsweise Öl anfeuchten
- regelmäßig misten, um die Belastung durch Ammoniak (reizt die Schleimhäute) zu reduzieren
- Fegen und Einstreuen der Boxen nur, wenn die Pferde außerhalb des Stalles sind
Je konsequenter diese Maßnahmen umgesetzt werden, desto besser sind die Chancen, dass sich die Atemwege regenerieren. Eine spürbare Besserung tritt häufig erst nach mehreren Wochen auf. Geduld und Beständigkeit sind bei Husten beim Pferd entscheidend für den langfristigen Erfolg.
- Medikamentöse Behandlung von Husten beim Pferd
Die medikamentöse Behandlung dient vor allem dazu, die Entzündung in den Atemwegen zu kontrollieren und die Atemfunktion zu stabilisieren. Sie ergänzt die Haltungsoptimierung, ersetzt sie aber nicht – denn ohne Reduktion der Umweltreize bleibt der Therapieerfolg von Husten beim Pferd meist aus.
- Kortikosteroide zur Hemmung der chronischen Entzündung
- Bronchienweitsteller – nur wirksam in Kombination mit Kortison
- Inhalationstherapie mit Medikamenten oder Kochsalzlösung, direkt in die Lunge über Maske oder Solekammer
- Ergänzend: Omega‑3‑Fettsäuren zur Reduktion entzündlicher Prozesse
Häufige Fehler bei der Behandlung von Husten beim Pferd vermeiden
Diese Fehler in der Therapie gefährden oder verzögern den Behandlungserfolg:
- alleinige Medikamentengabe ohne Haltungsumstellung
- Bronchodilatatoren ohne Kortison: kurzfristiger Effekt, keine Langzeitwirkung
- unsaubere Inhalationsgeräte oder falsch sitzende Masken
- ungeeignete Heubedampfer oder Wiederverwendung von Waschwasser
- Staubbelastung durch Heunetze oder Fütterung aus großen Rundballen
Husten beim Pferd früh ernst nehmen – und gezielt behandeln
Ob Leistungsabfall, Husten oder auffällige Atmung – jede Veränderung sollte Anlass für eine tierärztliche Abklärung sein. Unbehandelt kann Husten beim Pferd zu einem dauerhaften Problem werden! Equines Asthma ist nicht heilbar, aber gut therapierbar – mit einer passenden Kombination aus konsequentem Haltungsmanagement und medikamentöser Therapie. Sprechen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind! Wir helfen Ihnen gerne weiter!